„Ich bin vergnügt, erlöst, befreit“

Ich bin vergnügt, erlöst, befreit

Dieser Anfangssatz aus einem der Psalmgedichte von Hanns Dieter Hüsch (1925 – 2005) ist das Motto des Reformationsjubiläums der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Reformation und Freiheit -  das Jahr der Taufe Reformation und Freiheit - das Jahr der Taufe

Themenjahr 2011

Reformation und Freiheit - Jahr der Taufe

Der mündige Christenmensch steht im Mittelpunkt der Reformation. Mit der Taufe ist das allgemeine Priestertum aller Glaubenden verbunden. Der aufrechte Gang unter Gottes Wort und zugleich die solidarische Hinwendung zum Mitmenschen sind die beiden Pole reformatorischer Freiheit.

Die EKiR im Themenjahr 2011

Gemeinsam mit der Evangelischen Kirche von Westfalen begeht die Evangelische Kirche im Rheinland das Themenjahr 2011 als „Jahr der Taufe“.
http://www.ekir.de/taufe

Aus dem Archiv von ekir.de zum Themenjahr 2011

Menschen auf das Gottesgeschenk der Taufe neugierig machen
Rheinische Vizepräses kündigt „Jahr der Taufe 2011“ an
http://www.ekir.de/www/mobile/service/rheinische-vizepraeses-kuendigt-jahr-der-taufe-2011-an-12768.php?mobile=1

Evangelische Kirchen in NRW eröffnen Jahr der Taufe
Gottesgeschenk – ohne Bedingungen, aber mit Folgen
http://www.ekir.de/kirchenkreis-dinslaken/meldungen/aktuell/kd2011_0110_taufe.htm

Predigtreihe in Duisburg zum Jahr der Taufe
http://www.kirche-duisburg.de/content/e8599/e8613/index_ger.html

 

Saarländer feiern "wir sind so frei"
Unter dem Motto „Evangelisch im Saarland - wir sind so frei“ finden im evangelischen Kirchenkreis Saar-West ab April bis Ende des Jahres über 100 Veranstaltungen und Gottesdienste statt.
http://www.ekir.de/www/service/saar-13583.php

Zu den Höhepunkten der Reihe gehört ein Vortrag des stellvertretenden EKD-Ratsvorsitzenden Bischof Jochen Bohl, Der Vortrag Bohls trägt den Titel „Frei und dienstbar – Evangelisch Sein in unserer Gesellschaft“. Dieser findet am 12. August in der Ludwigskirche in Saarbrücken statt.
http://www.evlks.de/doc/Vortrag_Bohl_2011-08-12_Frei_und_dienstbar_SB.pdf

Freiheitsfest des Kirchenkreises Saar-West - Bunte Vielfalt in Losheim am See
Rechtzeitig zum 3. September wird auch das „Lutherbier“ gereift sein. Unter dem Motto „Wir sind so frei!“ feiert der Kirchenkreis Saar-West dann „Reformation und Freiheit“ in Losheim am See.
http://www.ekir.de/www/service/freiheitsfest-14327.php

Hinweise zum Themenjahr 2009 von der EKD oder auf www.luther2017.de

Reformation und Freiheit
Freiheit – dieses Sehnsuchtswort bestimmt evangelisches Christsein von Anfang an und von seinen Anfängen her. Reformation und Freiheit sind unauflöslich miteinander verbunden im Wort und Glauben, in Handeln und Haltung. Programmatisch wird dies in Martin Luthers Schrift "Von der Freiheit eines Christenmenschen" 1520 zum Thema. In einer Doppelthese bestimmt Luther in seiner reformatorischen Hauptschrift den Charakter dieser Freiheit: "Ein Christenmensch ist ein freier Herr aller Dinge und niemandem untertan. – Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan."

Freiheit von der Welt und für die Welt
Evangelische Freiheit ist in doppelter Weise bestimmt: als Freiheit von der Welt und als Freiheit für die Welt. Der Mensch ist zur Freiheit gerufen, um ein richtiges und rechtes Leben zu führen. Gott will keine unmündigen Mitläufer, keine unfreien Frauen und Männer, sondern mündige Christen, die in Verantwortung füreinander leben. So findet christliche Freiheit ihren Ursprung in der Taufe. Mit der Taufe beginnt ein neues Leben – ein Leben als Kind Gottes.
Die Getauften sind als Kinder Gottes zu einem Leben in Freiheit und Liebe, Verantwortung und Glauben berufen. "Ihr seid zur Freiheit befreit, werdet nicht der Menschen Knechte", ruft Paulus den ersten Gemeindegliedern der christlichen Kirche zu. Diese Befreiung zur Freiheit in der Taufe ist unumkehrbar, weil es Gottes Freiheit für die Menschen ist.

Gewissensfreiheit, die bis heute prägt
Luthers Ruf nach Freiheit wurde in der Reformation in vielfältiger Weise gehört, etwa im Verhältnis des Einzelnen zur kirchlichen und weltlichen Obrigkeit. Aus der Freiheit jedes Einzelnen folgt auch die Gewissensfreiheit, die bis heute unser Miteinander in Staat, Kirche und Gesellschaft prägt. Luthers Berufung auf das Gewissen gegen staatliche und kirchliche Autoritäten auf dem Wormser Reichstag 1521 ist eine Kernszene mit großer Wirkmächtigkeit weit über den kirchlichen Rahmen hinaus.
Mit der Wiederentdeckung der Freiheit des Einzelnen, die einherging mit dem mündigen Christsein, konnte der Furcht des Mittelalters vor Dämonen und Mächten begegnet werden. Im globalen Zeitalter 500 Jahre später sind die Furcht vor Armut, Not und materieller Absicherung die alltäglichen Anfechtungen der Freiheit. Aber auch die vielfach gegenwärtige Furcht vor Terror und Krieg ist eine Bedrängung der Freiheit. Aus diesen Ängsten auszuziehen und ein Leben in der Freiheit eines Christenmenschen zu führen, im Dienst am Nächsten wie auch in der Verantwortung für die Welt, bleibt die Aufgabe freier Menschen.

Die EKD hat zum Themenjahr ein Magazin unter dem Titel „Taufe und Freiheit“ herausgegeben.

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05.06.2013



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