„Ich bin vergnügt, erlöst, befreit“

Ich bin vergnügt, erlöst, befreit

Dieser Anfangssatz aus einem der Psalmgedichte von Hanns Dieter Hüsch (1925 – 2005) ist das Motto des Reformationsjubiläums der Evangelischen Kirche im Rheinland.

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Service

95 Gottesdienste an ungewöhnlichen Orten

Checkliste

Gottesdienst feiern an ungewohntem Ort 

Herausforderung

  • Die Aktion „95 Gottesdienste“ ruft dazu auf, Gottesdiensterfahrungen auch außerhalb der vertrauten Kirchenmauern zu machen: Atem holen, Gemeinschaft erfahren, Ängste loslassen, Gott zu Wort kommen lassen, gesegnet werden.
  • Dafür ist es wichtig, dass der Raum neu erschlossen wird und Musik, Sprache mit der Location stimmig zusammenpassen.
  • Kirche/Gottesdienst soll nicht einfach ortversetzt werden, also an einem anderen Ort stattfinden.
  • Sondern der neue Raum soll erschlossen werden, die Menschen, die sich in ihm bewegen eine positive Gotteserfahrung erleben lassen, neue Perspektiven einbringen, Bewegung ermöglichen, Inspirationen freisetzen!

Konzeption
1. Aufsuchen

  • Machen Sie Expeditionen in Ihre Stadt/Ihren Lebensraum! Welcher Ort spricht Sie an? Was spricht Sie dort an? Was bewegt Sie dort?
  • Überlegen Sie, welche Menschen Sie gern zu dem Gottesdienst einladen möchten, Freundinnen, Arbeitskollegen, die Eltern aus dem Kindergarten, Jugendliche an der Bushaltestelle: An welchen Orten bewegen sie sich in ihrer Freizeit, im Kino, im Café ...?

2. Wahrnehmen

  • Welche inneren Muster, Bilder, Gefühle, Erinnerungen, Wahrnehmungen, Bewertungen werden in mir wachgerufen, wenn ich diesen Ort/Raum betrete?
  • Wen erwarte ich? Was geschieht hier?
  • Wie denken, fühlen, handeln, die Menschen, die hier agieren?
  • Was für eine Kultur bestimmt diesen Ort/Raum?
  • Wer sind die Protagonisten? Wie äußern sie sich?
  • Welche Spiele (im übertragenen Sinne) werden hier gespielt?
  • Gibt es eine „Liturgie des Ortes“ („heilige Momente“, Symbole, Rhythmen, Themen – offene und heimliche …)?

3. Hinspüren

  • Den Raum erspüren, sich einfühlen in Personen, Gegenstände, Grenzen, Horizonte, Ausgeschlossenes, Unmöglichkeiten
  • Welche Empfindungen kommen auf?

4. Erschließen

  • Den Raum als Möglichkeitsraum im Geschehen des Kommens Gottes wahrnehmen
  • In dem Raum meditieren
  • In dem Raum spielerisch interagieren
  • Welche Assoziationen zu Geschichten oder Sprüchen aus der Bibel können Sie ziehen?

5. Entwerfen

  • Wie kann Ort/Raum und die Menschen, die sich hier versammeln in einen stimmigen Dialog mit der Botschaft der Bibel und den reformatorischen Einsichten treten?
  • Welche Handlung, welche Liturgie erscheint für diesen Raum angemessen? Einsichten treten?

◦ spielerische Inszenierungen (Spontan-Theater)?
◦ Performance?
◦ Rollenspiele?
◦ Raum(um)gestaltung?
◦ Feedback? 

Planung
Ort

  • Ist der Ort versammlungstauglich?
  • Können Passanten einfach so hinzukommen?
  • Ist der Ort gut mit öffentlichen und/oder privaten Verkehrsmitteln zu erreichen? Gibt es Parkraum?
  • Wenn der Ort im Freien liegt: Was tun bei schlechtem Wetter?
  • Wer muss für die Nutzung des Ortes um Erlaubnis gefragt werden (Kommune, Management …)?

Organisation

  • Braucht es Sitzgelegenheiten und anderes gottesdienstliches Equipment?
  • Braucht es Technik zur Sprachübertragung und/oder Musikübertragung?
  • Müssen Liedblätter oder -hefte gedruckt werden?
  • Soll Abendmahl gefeiert werden? Wenn ja: In welcher Form?
  • Soll es vor und/oder nach dem Gottesdienst zu essen und zu trinken geben?
  • Wie sieht es mit Strom- und Wasseranschluss aus?
  • Wie wird der Müll entsorgt?

Team

  • Wer bildet das Team? Wie gewinnen wir Mitarbeitende?
  • Wer ist für was verantwortlich?
  • Wer übernimmt weitere liturgische Aufgaben?
  • Wer macht wie Musik?

Gottesdienst

  • Was ist das Thema?
  • Welcher biblische Text ist die Grundlage der Verkündigung?
  • Gibt es weitere liturgische Elemente?
  • Auf einladende Musik und mitsingbare Lieder (mit Einsingen) achten!
  • Könnte ein thematisch passender Pop-Song oder andere zum Ambiente passende Musik eingebunden werden?
  • Wie können die Mitfeiernden einbezogen werden?

Öffentlichkeitsarbeit

  • Medien: Gemeindebrief, Flyer und Aushänge, Presse und Lokalfunk, soziale Medien, Mailing
  • Persönliche Einladung
  • Abkündigungen im Vorfeld
  • Ist Ausschilderung am Ort nötig?
  • Und nicht zu vergessen: Anmeldung auf 2017@ekir.de!

Sonstiges

  • Was ist ein „guter Tag“ und eine „gute Uhrzeit“?
  • Gibt es Parallelveranstaltungen als Konkurrenz?
  • Wie können Passanten oder Zuschauer unaufdringlich eingeladen werden?
  • Wie kann der Gottesdienst so einladend und verständlich wie möglich gestaltet sein?
  • Wie können Menschen miteinander in Kontakt gebracht werden?

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20. Mai 2016



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