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Reformation und Bildung

Reformation und Bildung

Themenjahr 2010

Reformation und Bildung

Der 450. Todestag Philipp Melanchthons, des „Praeceptor Germaniae“ (Lehrer Deutschlands), lädt zur Auseinandersetzung mit den Bildungsimpulsen der Reformation ein: Demokratisierung von Bildung, Einheit von Glaube und Bildung sowie Grundlegung von Allgemeinbildung.

Aus dem Archiv von ekir.de zum Themenjahr 2010

Vizepräses: Zur Reformation gehört die radikale Botschaft von der Rechtfertigung
Pressemitteilung zum Reformationstag
http://www.ekir.de/www/service/reformationstag-prominente-prediger-originelle-gestaltungen-12551.php

Reformationstag 2010 - Das Melanchthon-Jahr in Düsseldorf
http://www2.ekir.de/duesseldorf/neu/am.asp?ID=13168

Frauen in der Reformationszeit – am Beispiel der Straßburger Reformatorin Katharina Schütz Zell (1498 – 1562).
Bericht der Superintendentin für die Kreissynode Wied am 13.11.2010
http://www.ekir.de/wied/cms/fileadmin/user_upload/Service/BerichtSuperintendentin2010.pdf

Hinweise zum Themenjahr 2009 von der EKD oder auf www.luther2017.de

Reformation und Bildung
Das Jahr 2010 stand im Zeichen Philipp Melanchthons. Als Gedenkjahr erinnerte es an seinen 450. Todestag. Der Mitstreiter Luthers tat sich vor allem als Professor und Bildungsreformer hervor. Sein Ehrenname "Praeceptor Germaniae" ("Lehrer Deutschlands") weist auf seine große Bedeutung für das deutsche Schulwesen hin.

Daher lag im Melanchthonjahr die Auseinandersetzung mit den Bildungsimpulsen der Reformation nahe. Demokratisierung von Bildung, Einheit von Glaube und Bildung sowie Grundlegung von Allgemeinbildung waren wichtige Ideen seiner Zeit. Dem an theologischer Klarheit wie dialogischem Gespräch interessierten Humanisten Melanchthon verdankt die evangelische Kirche auch die Confession Augustana. Das Augsburger Bekenntnis von 1530 gilt ebenso wie seine Dogmatik loci communis als wichtige theologische Grundlage des Protestantismus.
Festakt im baden-württembergischen Bretten
Das Themenjahr 2010 stand unter dem Motto Reformation und Bildung. Es wurde (wie alle Themenjahre der Lutherdekade) am Reformationstag, mit einem Festgottesdienst durch Landesbischof Ulrich Fischer der Evangelischen Landeskirche Baden und dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, dem Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, eröffnet. Der Festakt fand diesmal in Bretten statt.

Das baden-württembergische Bretten mit dem Titel "Melanchthon-Stadt" ist Geburtsort des evangelischen Theologen. So wurde 2010 besonders an den bekanntesten Sohn der Stadt erinnert. Neben Bretten lag der weitere Schwerpunkt der Vorträge, Konferenzen und Konzerte in der Lutherstadt Wittenberg. Dort lehrte der große Humanist an der Universität bis er am 19. April 1560 in der Stube seines Wittenberger Wohnhauses starb. Neben Martin Luther war Philipp Melanchthon eine treibende Kraft der kirchenpolitischen Reformation in Deutschland und Europa.

Zum Themenjahr erschienen ist das EKD-Themenheft "Melanchthon", das in vier großen Abschnitten ein Porträt des Reformators als Person, als Theologe, als Lehrer Deutschlands und als Vermittler in politischen Fragen bietet. Außerdem enthalten sind Essays, Reportagen sowie praktische Anregungen für Schule und Gemeinde.

05.06.2013


„Ich bin vergnügt, erlöst, befreit“