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Jerusalem

Auch Jerusalem gehört zu den Zielen der Pilgerreise von EKD und Bischofskonferenz.

Pilgerreise ins Heilige Land

Das Christusfest vorbereiten

"Wir sitzen in einem Boot", sagt der EKD-Ratsvorsitzende Prof. Heinrich Bedford-Strohm im Video am See Genezareth. Er berichtet live von der Pilgerreise von Spitzen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und katholischer Deutscher Bischofskonferenz (DBK). Die ökumenische Delegation ist anlässlich des bevorstehenden Reformationsjubiläums im Heiligen Land unterwegs.

Am See Genezareth in Israel hat die Reise begonnen, mit einer gemeinsamen Fahrt über den See, auf dem der biblischen Überlieferung zufolge Jesus Christus über Wasser gewandelt und einen Sturm besänftigt hat. Teilnehmende sprachen nach der Bootstour von einer beeindruckenden ökumenischen Erfahrung. An der Fahrt zur Vorbereitung des 500-jährigen Reformationsjubiläums 2017 nehmen je neun Vertreterinnen udn Vertreter des Rates der EKD und der DBK teil.

Am Sonntagabend hatte der frühere DBK-Vorsitzende, Robert Zollitsch, in einer Predigt den ökumenischen Charakter der Fahrt durch Israel und die Palästinensergebiete unterstrichen. Sie solle dazu beitragen, "den Boden für ein gemeinsames Christusfest im kommenden Jahr zu bereiten". Die Rückbesinnung an den Orten des Wirkens Jesu solle helfen, der Wurzeln des christlichen Glaubens deutlicher bewusst zu werden: "Das Mühen um die Einheit aller, die an Jesus Christus glauben, ist uns vom Herrn nachdrücklich aufgetragen", sagte der ehemalige Erzbischof von Freiburg.

Unterwegs nach Bethlehem und Jerusalem

Weitere Stationen des bis Samstag andauernden Programms sind unter anderen Bethlehem und Jerusalem mit der Grabeskirche, dem muslimischen Tempelberg, der jüdischen Klagemauer und der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. An der Spitze der Delegation stehen der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm und Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der Bischofskonferenz. Mit dabei sind u.a. die EKD-Präses Irmgard Schwaetzer und von katholischer Seite der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck und der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann. Aus der rheinischen Kirche pilgert Prof. Dr. Jacob Joussen (Düsseldorf) mit.

Landesbischof Bedford-Strohm und Kardinal Marx lassen am vierten Tag, nach Ankunft in Jerusalem, gemeinsam erklären: „Die gemeinsame Rückkehr zu den Ursprungsorten unseres christlichen Glaubens hat uns in unserem gemeinsamen Anliegen, die Botschaft Jesu Christi weiterzutragen, noch näher zusammenrücken lassen. Diese tiefe ökumenische Erfahrung bestärkt uns in unserer Überzeugung, das Reformationsjahr 2017 gemeinsam zu begehen.“

Am 31. Oktober wird in Berlin das Festjahr zum Jubiläum der 1517 begonnenen Reformation mit einem evangelischen Gottesdienst und einem staatlichen Festakt mit Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet. Am selben Tag trifft im schwedischen Lund Papst Franziskus mit Vertretern des Lutherischen Weltbundes zusammen.

epd, neu / 18. Oktober 2016


„Ich bin vergnügt, erlöst, befreit“