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Trinitatiskirche, Warschau

Trinitatiskirche, Warschau

Rückspiegel Reformationsjubiläum: Manfred Rekowski

Voller Gottvertrauen in die Zukunft schauen

Dichte Tage erlebte Präses Manfred Rekowski direkt vor und am 500. Reformationstag. Besonders bewegend war die Feier in Polen, erzählt er rückblicken im Kurzinterview. Das Gottvertrauen, mit dem die polnischen Glaubensgeschwister in die Zukunft gehen, wünscht er sich auch für die rheinische Kirche.

Was hat Sie am 500. Reformationstag überrascht?

Die außerordentlich gut besuchten Gottesdienste am 31. Oktober sowie die Fülle der kreativen Aktionen und originellen Veranstaltungsformate im gesamten Rheinland. Überrascht hat mich auch, wie breit reformatorische Themen in den Medien und in der Öffentlichkeit diskutiert wurden.

Was war Ihr echter Gänsehautmoment?

Besonders bewegt hat mich die Reformationsfeier der Evangelischen Kirche in Polen am Wochenende vor dem 31. Oktober im Warschauer Königspalast und in der zentralen evangelischen Kirche in Warschau. Eine Minderheitenkirche mit landesweit rund 80.000 Mitgliedern blickt zuversichtlich und voller Gottvertrauen unter dem Motto „Frei in Christus verändern wir die Welt“ in die Zukunft. Diese Haltung, diesen Glauben wünsche ich mir auch für unsere Kirche im Umbruch.

Was bleibt wichtig und weist in die Zukunft?

Ein Reformationsfest in ökumenischer Offenheit und Weite. 

Das beste Zitat des Tages?

Triers Bischof Stephan Ackermann: "Zur Einheit gibt es keine Alternative."

Lessons learned: Was lässt sich mitnehmen und weiter bzw. neu machen?

Die gute Zusammenarbeit und konstruktive Auseinandersetzung mit Menschen, die in unseren Kirchengemeinden eher seltener vorkommen: Künstlerinnen und Künstler, Journalistinnen und Journalisten, Querdenkerinnen und Querdenker u. a.. Aber auch die Verlagerung kirchlicher Aktivitäten in den öffentlichen Raum, an ungewöhnliche Orte sollte in Serie gehen.

ekir.de / neu, Foto: Ralf Peter Reimann / 8.12.2017


„Ich bin vergnügt, erlöst, befreit“